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Die Frau eines Geistlichen sah 6 ihrer Kunder verhungert vor sich liegen. Vincent, Lamentations
Peter Milger - Gegen Land und Leute - der 30jährige Krieg

(9) Krieg im Norden

Vermehrung der Armeen - Christian und Tilly - Schlacht bei Hannover - Gigantischer Plan der antihabsburgischen Allianz - Wallenstein und Mansfeld - Schlacht bei Dessau - Schlacht bei Lutter - Rückzug der Dänischen - Kämpfe in Holstein - Spaniens und Wallensteins Begehrlichkeiten an der Ostsee

Sie rüsten auf und verhandeln gleichzeitig immer wieder über den Frieden. Dabei verschwinden das Königreich Böhmen und die Freiheitsrechte allmählich aus der Verhandlungsmasse - zum Leidwesen der Emigranten, die in Mansfelds Armee als Offiziere wirken.

Nach der Niederschlagung des Aufstands der Stände wird der Krieg „innenpolitisch" wieder ganz normal um rechtsunsichere, also zur Disposition stehende Territorien geführt. In der nächsten Phase geht es noch immer um die Pfalz , doch hinzu kommen mehrere Bistümer im Norden (darunter gar reiche und große wie Bremen und Magdeburg) und das Herzogtum Mecklenburg.

Was wäre, wenn?

„1618. Auf einem Reichstag zu Nürnberg haben ihre Kaiserliche Majestät und die Stände des Reichs sich wegen anstehenden Kriegsunwesens dazu verstanden, die Frage der geistlichen Güter rechtlich auf alle Zeiten... sowie den Majestätsbrief zu Böhmen dahingehend...

Viel Elend wäre den Deutschen erspart geblieben. Aber wie viel? Die europäischen Mächte hätten ja zwischen 1618 und 1648 keine Pause eingelegt mit ihren Erbfolgekriegen, Kolonialkriegen, Handelskriegen und Kriegen um die Vormacht.

Der „Lagerkrieg" verzahnt sich nun mehr und mehr mit den Kriegen, die ohnehin geführt worden wären, etwa dem um die „Vormacht" zwischen Frankreich und Spanien-Habsburg.


KÖNIG CHRISTIAN MACHT MOBIL

Die Stände des niedersächsischen Kreises hatten König Christian von Dänemark zu ihrem Kreisobristen ernannt, obwohl sie dessen Begehrlichkeit kannten. Ihre Sorgen beschreibt das Theatrum:

„Nun war die Pfalz unterworfen, die Union aufgelöst und sonst alles gerichtet, was man für einen Kriegsgrund gehalten hatte. Weil nun das Kriegswesen von den Kaiserlichen und Ligistischen nicht abgestellt, sondern je länger je stärker kontinuiert worden, und man nicht wußte, worauf der Handel eigentlich gemünzt war, und wen das Ungewitter endlich betreffen würde, haben die Stände des niedersächsischen Kreises dem Landfrieden nicht länger trauen wollen."

Die Städte und Landesherren des Kreises setzten nicht auf das militärische Genie des Dänenkönigs, sondern auf dessen Barvermögen. Er galt als der flüssigste Potentat in Europa. Das Theatrum über die Aktivitäten Christians:

„Er hat stracks darauf im Frühling dieses 1625. Jahrs, nicht allein in seinem Königreich und dem Niedersächsischen Kreis die Trommeln rühren lassen, sondern in andere Landschaften seine Offiziere mit Patenten und großen Summen Geldes abgefertigt, aufs schleunigst Volk aufzubringen."

Feldherr Tilly, der sich im hessischen Hersfeld häuslich eingerichtet hatte, protestierte schriftlich im Namen der Liga. Die Stände antworteten, die Werbungen erfolgten allein zum Zweck der Verteidigung. Weitere Briefe folgten. Da man aber gewohnheitsmäßig um den heißen Brei herumschrieb, kam nichts heraus, was weitere Gewalttätigkeiten hätte verhindern können.

UNGENUTZE VERBÜNDETE

Mansfelds und Christian von Braunschweigs Verbände hatten vergeblich versucht, die von den Spaniern belagerte Stadt Breda zu entsetzen. Theatrum:

„Der von Mansfeld und Herzog Christian von Braunschweig sonderten ihr Volk, so in 12.000 Mann zu Fuß und 2.000 zu Pferd waren, von dem Stadischen Lager ab, und zogen damit fort nach dem Rhein und lagerten sich bei Wesel. Nun aber trat ein Mangel an Geld, Victualien und anderer Notdurft ein, welches allem Vorhaben im Krieg den Krebsgang zu machen pflegt. So fing das Volk an, sich haufenweise zu verlaufen. Um dem gänzlichen Ruin der Armee zuvorzukommen, haben Mansfeld und Herzog Christian dem Volk den Zaum etwas lassen müssen, welches darauf in den Kölnischen Dörfern und Flecken mit Rauben und Brennen großen Schaden getan."

Im Prinzip befanden sich die beiden nun wieder im Dienst des „Rebellen" Friedrich von der Pfalz und waren selber welche. König Christian, der als Herzog von Holstein dem Reichsrecht verpflichtet war und vorgab, nur zur Verteidigung seiner Rechte angetreten zu sein, hätte sich mit der Übernahme der „Rebellen" demaskiert. Das Manöver war überflüssig, weil es die Gegenseite natürlich durchschaute, und schädlich, weil es Zeit kostete. So kam es, dass die Armee des dänischen Königs allein nach Süden vorrückte. Theatrum:

„Weil das dänische und niedersächsische Kriegsvolk den Weserstrom je länger je näher kam, hat Graf Tilly sein in Hessen und der Wetterau und anderen Graf- und Herrschaften einquartiertes Volk gesammelt und zog damit ins Stift Paderborn."

Die kampferprobte Truppe der katholischen Liga unter Tilly war Christians Armee zumindest ebenbürtig. Aber es lag auf der Hand, dass sie den vereinten Streitkräften des antihabsburgischen Lagers nicht gewachsen sein würde.

FERDINAND HOLT WALLENSTEIN

Sorgen im Hause Habsburg:

Spanien hatte wegen seiner Händel in Italien und den Niederlanden weder Geld noch Truppen übrig.

Im Südosten machte sich Bethlen Gabor, der Fürst von Siebenbürgen immer wieder über habsburgische Länder her.

Die katholische Liga und Maximilian von Bayern hörten keineswegs auf das Kommando von Kaiser Ferdinand. Es gab gemeinsame und divergierende Interessen. Die geistlichen Kurfürsten und Maximilian legten sich quer, wenn der Kaiser allzu grob mit der Reichsverfassung umsprang.

Es gab also gute Gründe für Kaiser Ferdinand, sich eine eigene Armee zuzulegen. Theatrum:

„Es hat auch I.M. Kaiser Ferdinand unter dem Herrn von Wallenstein, den er zu einem Fürsten von Friedland gemacht, ein frische Armee richten lassen und Mitte Juni wegen Einquartierung des Kriegsvolks an den Fränkischen und angrenzenden Schwäbischen Kreis Befehle ergehen lassen."

Wallenstein war inzwischen so reich, dass der eine Armee locker aus der eigenen Tasche auf die Beine stellen konnte. Als Gegenleistung versprach der Kaiser ihm das Herzogtum Mecklenburg. Da dies noch erobert werden musste, war auch klar, dass die Armee nicht zum Zwecke der Verteidigung aufgestellt wurde. Offensiv denken war eben die Spezialität des Hauses Habsburg.

VORWÄRTS, ES GEHT ZURÜCK

Die dänischen Garnisonen an der Weser konnten den Vormarsch der kampferprobten Truppe Tillys nicht aufhalten.

„Weil nun die Dänischen keinen anderen Rat gewusst, führten sie ab 25. Juli alles Volk von Hameln, Münden und den darum liegenden Orten ab und zurück ins Stift Verden. Der Graf von Tilly gebrachte die Gelegenheit alsbald zu seinem Vorteil und besetzte Hameln und Münden und legte Garnisonen hinein."

Für die folgende Nachricht benutzte der Autor des Theatrum offenbar einen sehr „protestantischen" Zuträger.

„ Tilly versicherte sich indessen des Weserstroms bis nach Petershagen. Sein Volk fing an im Braunschweigischen Land und in der Grafschaft Schauenburg sehr wild und tyrannisch zu hausen. Sie taten dann sie nicht allein mit Plündern und Brennen großen Schaden, sondern hauten auch etlichen evangelischen Predigern Hände und Füße ab, andern Nasen und Ohren, schnitten auch etlichen Weibern die Brüste ab und verübten sonst viele barbarische Taten, also dass es Türken und Tartaren kaum ärger machen könnten."

Plündern und Brennen geht in Ordnung, weil habituell. Wird der „Türke" zum Vergleich bemüht, liegen meist Übertreibungen zum Zwecke der Propaganda vor. Lakonisch fasst das Theatrum die Kriegshandlungen während der nächsten Monate zusammen.

„Wenn immer die Tillyschen und Dänischen sich nun stark in die Haare gerieten, haben sie einander schlechte Kourtesy (Höflichkeit) bewiesen, also dass mancher davon des Todes worden."

UND DIE ANDEREN?

Bei den diversen Scharmützeln obsiegten fast immer Tillys Mannen. Und Wallenstein hatte alle Zeit der Welt. Theatrum:

„Das Kaiserliche Kriegsvolk, das der von Friedland geworben, hatte teils im Fränkischen, teils im Schwäbischen Kreis etwas ausgeruht. Nun brach es auf und zog durch das Hessenland zu dem Tillyschen Lager."

Mansfeld lag seit dem 26. Oktober mit 10.000 Mann im Stift Bremen. An der Verteidigung der Weserlinie hatte er nicht teilgenommen. Er war überhaupt selten dort, wo er der „Sache" hätte dienen können. Theatrum:

„Im Stift Bremen empfing der Mansfelder zu Befriedigung seines Kriegsvolkes von Seiten des Königs in Frankreich eine große Summe Geldes. Darauf hat er sein Quartier um Lübeck genommen. Dort sah man ihn nicht gern, schlug ihm auch den begehrten Proviant ab, derhalben er den Kaufleuten ihre Waren abnahm. Hierüber waren die Lübecker sehr unlustig und klagten solches bei dem König in Dänemark, mit Bitte, hierin Abhilfe zu schaffen. Selbiger aber gab ihnen zur Antwort: Er nehme sich des von Mansfeld und seiner Anschläge nicht an, hätte ihm auch nichts zu gebieten."

Während Mansfeld nichts für sein Geld tat und nur Ärger machte, unterstellte sich Christian von Braunschweig dem dänischen König. Viele Krieger brachte der „Rebell" nicht mit. Theatrum:

„Herzog Christian begab sich indessen mit seiner Reiterei zu dem König, derselbe gab ihm etliche tausend Mann zu Ross und Fuß."

Der dänische König hatte wohl eingesehen, das Legalität in diesem Spiel nicht gefragt war. Aber zu spät. Theatrum:

„Die Kaiserlichen und Ligistischen nahmen einen Ort nach dem anderen ein."

DIE SCHLACHT BEI HANNOVER

Am 4. November 1625 jagten Tillys erprobte Regimenter die Dänen bei Hannover in die Flucht und töten 500 Mann. Theatrum:

„Dieses Treffen tat dem König großen Abbruch und war für ihn sehr hart zu verschmerzen. Es verursachte unter den Tillyschen große Mut, aber unter seinem Volk große Furcht und Schrecken."

Da Tilly allein mit den Dänen fertig wurde, konnte sich Wallenstein anderwärts nützlich machen. Theatrum:

„Mittlerweile feierten die Friedländischen auch nicht, sondern nach vielen Orten, so sie in ihre Gewalt brachten, nahmen sie auch die Dessauer Brücke ein und verwahrten dieselbe mit etlichen Schanzen, welches ihnen hernach zu statten kam."

EIN WAHRHAFT KÜHNER PLAN

Im Dezember 1625 einigten sich England und die niederländische Generalstaaten in Den Haag, Dänemark finanziell zu unterstützen und Mansfeld Armee dem dänischen König zu unterstellen. Darüber hinaus beschlossen die Verbündeten einen finalen Schlag gegen Habsburg. Bethlen Gabor, der Fürst von Siebenbürgen, sollte gegen Bares bewogen werden, im Südosten erneut gegen Habsburg ins Feld zu ziehen. Mansfeld erhielt den Auftrag, elbaufwärts vorzudringen, um seine Streitkräfte mit denen Bethlen Gabors zu vereinen. Zweck der Unternehmung war nicht die Eroberung der habsburgischen Territorien, sondern deren Verwüstung. Das war der erste Zug im Planspiel.

2.) Kaiser Ferdinand muss seinen Wallenstein hinter Mansfeld herschicken, um den Schaden klein zu halten.
3.) König Christian hat es nur noch mit Tillys Ligaheer zu tun, wird mit ihm fertig und marschiert auf Wien.
4.) Mansfeld und Bethlen Gabor besiegen das Heer des Kaisers unter Wallenstein.
5.) Habsburg beugt sich einem Diktatfrieden.

Der Plan sah auf dem Papier nicht schlecht aus. Aber Habsburg zitterte nicht, es handelte. Theatrum:

„Hingegen hat sich auch die päpstliche Liga gestärkt und eine große Volk zu Ross und Fuß auf die Beine zu bringen beschlossen. So fuhr auch Kaiser Ferdinand mit seinen Kriegsbereitschaften eifrig fort, obwohl man zu Braunschweig vom Frieden traktierte."

Die Räte der kriegführenden Potentaten trafen sich während des ganzen Krieges mal hier, mal dort und präsentierten ihre Friedensbedingungen. Sehet her, wir tun etwas für den Frieden. Öffentlichkeitsarbeit. Politiker - eine endlose Geschichte.

DIE SCHLACHT AN DER BRÜCKE VON DESSAU

Im Februar 1626 macht sich Mansfeld an die Realisierung des ersten Teils des Plans. Aber wie kommt er mit seiner Armee nach Schlesien oder Böhmen? Kursachsen, noch immer kaiserteu, sperrt seine Grenzen. Um es südlich zu umgehen, marschiert Mansfeld auf die Elbbrücke bei Dessau zu. Wallenstein hat's geahnt und ist schon da. Theatrum.

„Darauf hat gedachter Graf sich an Zerbst gemacht, unversehens erstiegen und also Quartier genommen. Er hat zu spät bemerkt, dass man sich zur rechten Zeit der Dessauer Schanze und Brücke hätte bemächtigen müssen."

Der erste Angriff auf die Schanze vor der Brücke scheitert.

„Nach dem der Administrator von Magdeburg mit einer guten Anzahl Kriegsvolk zu ihm gestoßen, rückte er den 21. April wieder gegen die Schanze und belagerte sie von neuem, aber zu seinem eigenen Schaden. Denn der Herzog von Friedland ist alsbald von dem Obristen Altringer darauf hingewiesen worden, es sei eine stattliche Gelegenheit, den Mansfelder zu schlagen."

Wallenstein firmierte bei drei großen Schlachten als Feldherr. Die an der Dessauer Brücke ist die einzige, aus der er eindeutig als Sieger hervorging. Theatrum:

„Die Mansfeldischen fielen am 25. April 1626 des Morgens früh ein Außenwerk vor der Schanze mit Macht an. Es geschah ihnen solche Gegenwehr, dass sie mit Verlust abgeschlagen wurden. Aber es blieb nicht dabei. Noch am Vormittag ließ der von Friedland die Reiterei in großer Stille über die Brücke ziehen und in ein kleines Gehölz einen Hinterhalt legen. Die Mansfeldischen hatten sich in ihre Schanzen und Laufgräben zurückgezogen. Als durch das Schießen ihre Munitionswagen angezündet wurden, mussten sie sich auf das bloße Feld heraus begeben. Darauf setzten die Friedländischen aus dem Gehölz hervor und griffen die Mansfeldischen von beiden Seiten an. Selbige wehrten sich eine Weile tapfer, so dass die Victori ziemlich zweifelhaft stand. Endlich aber wurde die Mansfeldische Reiterei übermannt und in die Flucht geschlagen, worauf dann auch das Fußvolk, so 4 Regimenter stark teils gefangen, teils niedergehauen wurde. Die Gefangenen mussten sich später den Kaiserlichen unterstellen. Unter denen so umgekommen, deren Anzahl auf 3.000 Mann geschätzt wurde, waren drei Obristen. Unter den Gefangenen der Obrist Kniphausen. Den Friedländischen wurden 30 Fahnen, 7 große Stücke, 2 Mörser, neben aller noch vorhandenen Munition, zu Teil, haben aber doch der ihrigen auch dabei an 1.000 Mann verloren. Der von Mansfeld hat sich mit der Reiterei in die Mark Brandenburg zurückgezogen."

KÖNIG CHRISTIAN KÜMMERT SICH

König Christian finanzierte sein Heer zwar hauptsächlich mit den Steuern seiner Untertanen, aber er griff dann doch zu den üblichen Verfahren der Geldeintreibung. Er machte auch keine Anstalten, die Ligaarmee unter Tilly anzugreifen, um nach Süden vorzustoßen. Ein guter Vater kümmert sich vorrangig um die Versorgung seiner Söhne. Theatrum:

„Unterdessen hat der König Christian einen Teil seines Volks nach Westfalen kommandiert, welches sich der Städte Osnabrück, Vechta und anderer mehr bemächtigte und den Geistlichen dort ein großes Geld abpresste. Auch im Stift Münster ist mit dergleichen Brandschatzungen ein rauher Anfang gemacht worden. Zu Osnabrück ist des Königs in Dänemark ältester Prinz zum Koadjutoren ernannt worden, mit der Bedingung, der Prinz solle als Bischof und Administrator installiert werden."

HERZOG CHRISTIAN SCHEIDET AUS

Der König war also mit der Wahrung seiner Interessen ziemlich beschäftigt. Dafür erhielt Herzog Christian den Auftrag, sich in Hessen der Mithilfe des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel zu versichern, um dann Tilly im Stift Paderborn von Süden her anzugreifen. Unterwegs konnte es der Christian nicht lassen. Theatrum:

„ Anfang April ist Herzog Christian mit 6.000 Mann und etlichen Geschützen nächstens vor die Stadt Gosslar gerückt und hat sie beschießen lassen. Auch wurden an drei Tore Ladungen angehängt, deren eine zwar ein Tor gesprengt, aber weiter nichts ausgerichtet haben. Die Bürger haben den Angriff mit tapferer Gegenwehr aufgehalten, viele erschossen und etliche gefangen, also dass Herzog Christian ungeschaffter Dinge des morgens wieder hat weichen müssen. Hierauf hat er seinen Zug nach Hessen genommen... Hessen war damals bei diesem Zustand häßlich mitgenommen und sehr ruiniert. Daher die Bauern sich hie und da gegen den Soldaten anfingen zu wehren, gewannen aber doch nicht viel damit."

Die Bauern waren ruiniert, und ihr Landgraf Moritz mittellos. Zudem hatte Kaiser Ferdinand ihn wegen Anbändeln mit dem Dänenkönig seiner Herrschaft enthoben. Die hessischen Truppen reichten knapp, um Kassel und Ziegenhain zu verteidigen. Also sagte Moritz ab. Das war zuviel für den schwer erkrankten Braunschweiger. Er zog sich nach Wolfenbüttel zurück, wo er am 26. Juni verstarb. Seine Feinde streuten unter das Volk, ein Riesenwurm habe ihn von innen aufgefressen.

TILLY HAT ZEIT

Da König Christian seine Armee nicht in Bewegung setzte, konnte Tilly in Hessen nach dem Rechten sehen. Theatrum:

„Der Graf von Tilly hatte sich mit dem meisten Volk in dem Stift Paderborn aufgehalten. Ende April wendete er sich wegen der Anschläge Herzog Christians nach Hessen. Auch schien Landgraf Moritz Rüstungen anzustellen, weil sein Land so sehr von den Kaiserlichen und Ligistischen ruiniert wurde. Graf Tilly bemächtigte sich am 8. Mai der Stadt Hersfeld.... Die Städte an der Fulda und Werra nahm er fast alle wieder ein und legte sein Hauptquartier in das Amt Rotenburg. In dieser Gegend tat sein Volk mit Plündern und anderem Mutwillen den Einwohnern großen Schaden. So spielte Tilly den Meister in Hessen und brauchte alles Korn, Weizen, Malz und dergleichen, so zu Rotenburg, Allendorf und Hersfeld im Vorrat gewesen, zu seinem Vorteil an sich. Landgraf Moritz mochte dazu sagen, was er wollte."

BLUTBAD IN (HANNOVERSCH) MÜNDEN

Dann wendete sich Tilly wieder der dänischen Armee zu, die hauptsächlich damit beschäftigt war, eroberte oder besetze Städte zu halten. Theatrum:

„Graf Tilly rückte mit seiner Armee Ende Mai
auf Münden an den Werra-Strom, um die dänische Besatzung daselbst auszutreiben und die Bürger, so es mit ihnen hielten, in kaiserliche Ergebenheit zu bringen."

Tillys Parlamentäre wurden in der Stadt angepöbelt.

„Sie vergriffen sich an den Tillyschen Abgeordneten und traktierten sie übel. Das verursachte große Verbitterung bei dem Grafen Tilly und seinem Volk."

Die Belagerung von Münden begann am 27. Mai 1626.

Beide Teile taten gleich Anfangs ihr bestes und gaben heftig Feuer aufeinander, so dass unter den Tillyschen viele erlegt wurden. Der Anführer der dänischen Garnison lehnte weitere Verhandlungen ab. Er sei entschlossen, die Stadt bis auf den letzten Blutstropfen zu defendieren."

Die Bürger wollten die Stadt übergeben. Es war der Obrist Lawis, der so leichtfertig mit ihrem und seinem Blut umsprang. Warum die Halsstarrigkeit? Den Parlamentären hatte er gesagt, er hoffe noch immer auf Entsatz. Aber König Christian schickte keinen. Am 28. Mai 1626 wurde es ernst. Weiter Theatrum:

„Von Morgen 5 Uhr bis in die Nacht um 9 Uhr wurden an die 1.000 Schüsse in die Stadt und wider die Mauern getan, bis schließlich die Mauern an der Werra ganz zerschmettert waren. Dann hat der Obrist von Fürstenberg um 9 Uhr mit 2 Regimenten, welche erst über die Werra setzen müssen, den Sturm anlaufen lassen und in einer viertel Stunde die Oberhand erhalten und die Stadt erstiegen. Worauf dann der Jammer anging und alles, was den Soldaten unterkam, ohne Gnade niedergemetzelt wurde, ohne Schonung von Weibs- noch Mannspersonen. Angesichts der Tyrannei der Tillyschen hat der Obrist sich mit den seinigen in das Schloß zurückgezogen und die Tillyschen von da aus mit so scharfer Lauge gezwackt, dass alles ringsherum voller Toter lag. Am Ende wurde er von den Tillyischen übermannt und mit all den seinigen niedergemacht. Von 2.500 Bürgern, Soldaten, Bauern und Schiffsleuten, so in der Stadt gewesen, sind nicht mehr 20 davon gekommen, ohne was an Weibern und Kindern, die diese Bluthunde auch nicht verschonten, ermordet wurde. Gleichwohl sind bei solcher Eroberung von den Tillyschen auch etliche hundert Mann auf dem Platz geblieben, und viele wurden beschädigt."

Begraben wurden nur die ligistischen Leichen. Die anderen ließ Tilly in die Werra kippen.

UND DER GROSSE PLAN?

Mansfeld gab nicht auf. Beim Durchzählen seiner ihm verblieben Mannen in Brandenburg kam er auf 3.000 Infanteristen und 2.000 Berittene. Hinzu kamen einige frische schottische und dänische Kompanien. Theatrum:

„Selbige hielten in der Mark Brandenburg übel Haus, also dass der Kurfürst verursacht wurde, etliche Volk dagegen zu mustern. Belangend den Aufbruch des Mansfelders aus der Mark, so ist selbiger den 30. Juni geschehen, nachdem Herzog Johann Ernst von Sachsen Weimar mit etwa 5.000 Mann dänischem Volk zu ihm gestoßen. Sie waren Willens, sich mit dem Fürsten in Siebenbürgen zu vereinigen, um gegen Österreich etwas zu unternehmen. Zu welchem Ende sie ihren Marsch, dazu sich das Volk auf 14 Tage mit Proviant und Notdurft versehen mußte, in großer Eile begannen. Aber der Herzog von Friedland war ihnen so zeitlich auf dem Hals, so dass sie ihr Vorhaben nicht ins Werk richten konnten."

Wallenstein reagierte also nach Plan, obwohl er ihn durchschaute. Bevor er Mansfeld nachsetzte, kommandierte er 7.000 Mann für Tilly ab.

„Mit dem Rest der Armee aber, so noch in 30.000 zu Ross und Fuß stark war, rückte er durch die Lausitz nach Schlesien. Aber das Volk wurde ihm durch solch schleunig marschieren sehr geschwächt, dass er hernach nicht viel ausrichten konnte."

MANSFELD SCHEITERT

Das Kriegsvolk war den Strapazen solcher Blitzkriegsmanöver nicht gewachsen und starb beiden Kriegsunternehmern in Massen weg. Daher kam es nur zu Gefechten. Bethlen Gabor war kriegsmüde und verhandelte mit dem Kaiser. Mansfeld überwarf sich mit dem Herzog von Weimar, entließ seine Regimenter, verkaufte sein Kriegsgerät und setzte sich im November 1626 mit wenigen Mannen ab. Theatrum:

„Graf Ernst von Mansfeld, welcher eine zeitlang in Böhmen, Deutschland, Niederland und Ungarn Krieg führte und sich ziemlich bekannt gemacht hat , endete im Dörflein Racau (Urakanitz) bei Zadar sein Leben. Er war auf seiner Reise durch das dalmatinische Gebirge unterwegs nach Venedig."

Er soll, den letzen Atemzug kommen sehend, seine Offiziere gebeten haben, ihn aufrecht sterben zu lassen.

TILLY HAT ZEIT

Da von Mansfeld keine guten Nachrichten eintrafen, blieb König Christian derweil in der Defensive. Tilly versuchte es Mitte Juni mit Kassel, sah aber von einer Belagerung ab, weil die Stadt mit modernen Verteidigungswerken geschützt war. Sodann beschäftigte er seine Truppe 6 Wochen lang mit der Belagerung von Göttingen. Am 15. August kapitulierten die Verteidiger nach schweren Kämpfen. König Christian lag um Wolfenbüttel und griff nicht ein. Als klar wurde, das nun auch Nordheim bedroht war, änderte der König plötzlich sein Verhaltensmuster: Er setzt er seine Armee in Marsch. Theatrum:

„Sie ist bei angebrochenem Tag unversehens in Angesicht der Tillyschen Armee bei gedachtem Nordheim angelangt. Gestalt sie dann aneinander so nahe gekommen, dass die Reiterei mit Scharmützieren zusammengeraten."

Hätte König Christian eine Schlacht gewollt, hier wäre die Gelegenheit gewesen. Tilly lag krank in Göttingen zu Bette und die von Wallenstein abkommandierten Truppen waren noch nicht eingetroffen. Aber er wollte nicht. Theatrum:

„Graf Tilly hat die Armee nach Göttingen zurückkommandiert, aber der König hat ihm seine Retirada unturbiert gelassen, Nordheim mit Munition und Proviant aufs Beste versehen und ist darauf, nachdem er 4 Tage allda verharrt, nach Duderstadt gerückt.

WAS HAT DER KÖNIG VOR?

Unvermittelt nun doch so kühn? Was wollte er im Süden? Den alten Plan realisieren? Ganz alleine, nachdem Herzog Christian ausgeschieden war und die Nachrichten von Mansfeld immer schlechter wurden? Das Theatrum erklärt umständlich das Vorhaben des Königs:

„... nach Duderstadt gerückt. Der Meinung, wie die Avisen gemeldet, den Fuß also fort in Thüringen zu setzen, wie sich die Katholischen besorgt, in der Ligisten Land und Stifte einzufallen. Aber der General Tilly konnte ihm wohl die Rechnung machen, was dieses Spiel für seine Prinzipalen bedeuten würde..."

Obwohl hier durchklingt, dass die Nachrichten über den Plan aus katholischen Kreisen stammten, werden sie bis heute von Historikern für wahr gehalten. Dabei ist die Quelle sogar erzkatholisch.

ORIGINALTON TILLY

Nach der Schlacht schrieb der Chef der Ligatruppe an seinen „Prinzipalen" und nunmehrigen Kurfürsten Maximilian:

„Der König von Dänemark... wollte den Zug... allem Vermuten und den eingelangten Advisen nach weiter durch Thüringen nach der gehorsamen Ständen Länder und Stifte dirigieren..."

Die Annahme, König Christian habe törichterweise im Alleingang die Länder der katholischen Liga angreifen wollen, stammt also von Tilly und diente ihm zur Rechtfertigung. Also sind Zweifel angebracht. Anderseits hatten der König und sein Stab schon allerhand Torheiten begangen, daher saßen sie ja in der Falle. Theatrum:

„Der General Tilly, von den Friedländischen Regimentern gestärkt, brach er stracks mit allem Volk auf und eilte mit dem Marschieren also fort, dass er dem König den Vorsprung abgewann."

König Christian und seine Militärs hatten sich in eine aussichtslose Lage begeben. Ihr Gegner war zahlenmäßig überlegen und schneller.

„Der König wollte keine Schlacht wagen, und wendete sich wieder zurück nach dem Braunschweiger Land über das Gebirge und Gehölz auf Lutter und gegen Wolfenbüttel. Aber Tilly folgte ihm so eilends nach und kam so nahe, dass es 3 Tage aneinander Scharmützel gab."

DIE SCHLACHT BEI LUTTER

Theatrum und Tilly gleichlautend:

„Als der General Tilly ihm gegen Abend so nahe gekommen, ist er in voller Schlachtordnung von einem Berg auf den anderen fortgerückt."

Tillys Bericht erschien nach der Schlacht im Druck. Der Autor des Theatrum hat ihn streckenweise wörtlich übernommen. Um den Übergang in eine regellose Flucht zu verhindern, stellten sich die Dänischen beim Dorf Lutter zur Schlacht. Weiter Theatrum, fast identisch mit Tilly.

„Sie haben also den 27. August die vorteilhafte Stellung etliche Stunden lang gehalten, sich aber nach der Mittagszeit herfür getan und zum Fechten präsentiert, so dass beide Armeen aneinander gerieten."

Tilly legt Wert darauf, einen starken Feind überwunden zu haben:

„Der Anfang hat sich zu diesseitiger Victori sehr dubios erzeigt, zumal der Feind mit beständiger Tapfer- und Mannhaftigkeit darein gesetzt..."

Im „neutralen" Theatrum sind nicht die Feinde, sondern die Dänen tapfer:

„ Die Dänischen haben... sich dermaßen herzhaft erzeigt und gefochten, dass auf der Tillyschen Seite von Offizieren, Reitern und Knechten nicht wenige zum Teil verwundet und zum Teil auf der Wallstatt des Todes worden."

Tilly, fromm über den Ausgang der Schlacht:

„So hat doch der Allmächtige seine göttliche Gnade, ohne Zweifel in Respekt der gerechten Sache, so weit scheinen lassen, dass der Feind vernichtet und überwunden wurde."

Das war dem Protestanten Abelin, der das Theatrum kompilierte, doch zu katholisch. Er schrieb statt dessen:

„Obwohl auch der König sein Volk zum dritten mal selbst angeführt, ist doch endlich die Victori auf der Tillyschen Seiten gefallen und die Dänischen sind zertrennt und in die Flucht geschlagen worden."

Das Denkmal zur Schlacht findet man auf einem Parkplatz linker Hand an der Straße von Seesen nach Lutter. Im Heimatmuseum von Lutter gibt es eine Ausstellung.

DIE VERLUSTE

Unter den Toten fanden die Sieger Christians General Fuchs und den Landgrafen Philipp, den Sohn des hessischen Landgrafen Moritz. Das Theatrum zählt zwei weitere tote und mehrere gefangenen Obristen und hohe Beamte auf und fährt fort:

„Der König hat sich mit seiner Reiterei auf Wolfenbüttel zurückgezogen und sein Volk wieder versammelt. Bei der Generalmusterung wurde befunden, dass an 4.000 Mann zu Fuß mangelten, so teils gefangen, teils auf der Wallstatt geblieben waren. Die Kaiserlichen gaben vor, sie hätten nur 200 Mann verloren, wiewohl die Anzahl ihrer Toten größer war."

RÜCKZUG

„Der König befand, dass ohne die Besatzungen noch 19.000 Mann vorhanden waren, hat auch auf 6 Regimenter zu Fuß Patente und Geld ausgegeben. Die übrigen Städte und Festungen in Niedersachsen hat er zur Standhaftigkeit ermahnen lassen. Darauf er das Kriegsvolk über die Elbe setzen lassen und um Hamburg herum einquartiert."

TILLY UNAUFHALTSAM

„Gleich wie nun die Katholischen hin und wieder nicht vergessen, Triumph zu schießen und das Te Deum laudamus zu singen, so ist doch Tilly seinem Sieg nachgesetzt und hat mehrere Festungen im September eingenommen. Die Stadt Hannover hat sich in Kaiserliche Devotion ergeben. Sonsten sind hierzwischen alle Pässe auf Bremen, wie auch die Stadt Verden, auch alle Festungen im Braunschweigischen Land, außer Wolfenbüttel, in des Grafen von Tilly Gewalt geraten. Weil Tilly ihm immer näher gekommen, ist der König nach Staden gewichen, hat selbige Stadt stark befestigen lassen. Inzwischen hat es zwischen beiden Teilen viele Scharmützel abgeben, dabei bald diese bald jene die Stöße davon getragen haben."

Der bayrische Offizier Fritsch militärisch knapp über den Vormarsch der Ligatruppe nach der Schlacht bei Lutter:

„Alsdann sind wir weiter hinter dem Feind her nach Salzgitter, welches wir eingenommen und besetzt, die feste Stadt Hannover eingenommen, wie auch Bleckede und die Stadt Verden."

1627: NACH HOLSTEIN

„Nach solchem Verlauf sind wir in die Winterquartiere nach Hessen kommen und nach der Endung 1627 wieder gegen den König in Dänemark gegangen und erstlich Nordheim eingenommen. Nachdem sind wir gegen Holstein gegangen... und haben Itzehoe eingenommen. Von dort sind wir vor die Festung Breitenburg gerückt, haben selbige belagert und mit Sturm erobert. Dann sind wir auf Rensburg gegangen, allda ich Wachtmeister Leutnant worden. Stadt und Schloss haben wir nach 14 Tagen Belagerung auch eingenommen. Von da aus sind wir von dem Herzog von Friedland weg auf das Erzstift Bremen zugegangen, bis uns vor Stade der Kommandant Morgan auf einem Pssß aufgehalten. Nachdem wir Buxtehude und Hornburg eingenommen, haben wir mit unserem Regiment Quartier genommen und auf selbiger Seiten der Schwinge Stade den ganzen Winter durch blockiert."

RÜCKZUG IN HOLSTEIN

Aus der Sicht der Eroberten: Der holsteinische Chronist Bolden kompilierte Berichte aus verschiedenen Landesteilen:

„Wie aber die kaiserliche Macht unter dem Grafen Tilly im Jahre 1627 am 25. Juli gar die Elbe passiert hatte, bekam es hier ein immer kriegerisches Ansehen... Und im September fing das Flüchten aus Ditmarsen an; besonders wurden Frauenzimmer und Effekten von hier nach Emden, Hamburg und Holland gesandt. Die Deiche stach man durch, und durch Eröffnung der Schleusen suchte man den Feinden den Eingang zu Lande zu verwehren."

KÖNIG CHRISTIAN UND DIE FRAUEN

„An den Häfen ward mit allem Fleiße Wache gehalten, wovon König Christian IV. selbst ein Augenzeuge wurde. Er begab sich nämlich von Glückstadt zu Wasser nach Ditmarsen; und wie er hier am 7. Sept. auf dem Diekbusener-Hafen Kirchspiel Wesselburen anlangte, meinten die Einwohner, dass bei ihnen Feinde anlanden wollten. Sie zündeten die Baken an und viel Volks lief in aller Eile zusammen, um Widerstand zu tun. Sowohl die Büsumer als die Wesselburener fanden sich ein, und zwar mit Gewehren und fliegenden Fahnen. Selbst die Frauen blieben nicht zurück, sondern waren mit Forken und Staken an der Spitze. Der König geriet darüber in wirkliche Gefahr. Ihm ward von einer eine Büchse und von einer andern eine Pike auf die Brust gesetzt; seine bei ihm befindliche Maitresse, Christina Munken, rief: Schieß nicht, stich nicht, er ist der König von Dänemark! Wir hatten geglaubt,, dass Feinde kämen, sagten sie ihm hinterher. Drauf lobte der König ihre Aufführung und war besonders vergnügt, dass er den oft gerühmten Heldenmut der Ditmarserinnen selber erfahren. Er ging von hier nach Rensburg, in welcher Festung er aber nicht lange bleiben konnte."

1626 -1628. SCHLAGZEILEN IM THEATRUM

Ende 1626 - Mordtat und Strafe eines ehebrecherischen Weibes - Neue Kontributionen in Prag - Katholische stärken ihre Bündnisse - Erzherzog Leopold quittiert den geistlichen Stand und greift zur Ehe - Fortsetzung des Kriegs im Veltin - Teuerung in Spanien - Stadische Niederländer von den Spanischen geschlagen - Spanische Kriegsschiffe erobert - Polen werden von den Schweden geschlagen

1627 - Dänische und Kaiserliche rüsten gegeneinander - Großes Landverderben in Niedersachsen und anderswo - Braunschweigische Landstände begeben sich in kaiserliche Devotion - Markgraf von Durlach von den Kaiserlichen geschlagen - Dänische erleiden in Jütland große Verluste - Der katholischen Kurfürsten Bedenken wegen der Restitution der geistlichen Güter - Erneuerung des Friedens zwischen dem Kaiser und dem türkischen Sultan -Handel zwischen England und Frankreich verboten - Engländer greifen Frankreich mit Krieg an - Der vereinten Niederländer Kriegsbereitschaften wider die Spanier - Spanischer Konvoi geschlagen - Krieg zwischen Polen und Schweden in Preußen - Kaiserliches Mandat an die Stadt Straßburg wegen der Restitution etlicher Kirchen - Schreckliches Erdbeben in Apulien - Feuersbrunst zu Wien

1628 - Hansestädte wollen sich zu der neuen Admiralität mit Spanien nicht verstehen - Herzogtum Mecklenburg dem Herzog von Friedland übergeben

Siehe auch
DIE KREUZZÜGE DER FALL KOLUMBUS JESUS CHRISTUS